ebbe&frucht

Copwatch - Ein Blick in den Graben und darüber hinaus

PROJEKTBESCHRIEB

Nicht ohne Grund sind die meisten linksaktivistischen Personen polizeikritisch – verfolgen sie doch die Vision einer hierarchie- und gewaltfreien Gesellschaft. Die Polizei hingegen versteht sich als die Hüterin des Friedens, Beschützerin des Rechtsstaats. Die Aktivistin E.G. kennt den Graben zwischen den beiden Seiten und hat ihn bisher als notwendiges Übel hingenommen. Lösungen für ein Überbrücken scheinen keine in Sicht. Und nun bekommt sie plötzlich einen Stiefbruder, der bei der Polizei arbeitet. Es entsteht eine neue Dringlichkeit, doch nochmals nachzufragen: Wieso genau wird man Polizist? Was ist die Aufgabe dieser Institution? Ist vielleicht irgendeine Annäherung zum bisherigen Feindbild möglich? Und was ist eigentlich ein Protest Clown?

Diesen Fragen spüren Dramaturgin Tanja Spielmann und Theaterpädagogin Christine Schmocker nach. Die beiden haben sich 2019 an der ZHdK kennengelernt. Für «Copwatch» gründen sie zusammen mit sieben anderen jungen Kunstschaffenden eigens ein neues Kollektiv: ebbe&frucht.

Tanja Spielmann (*1996) hat im HS21 ihren Bachelor in Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen. Neben dem Studium hat sie eine Festivalzeitung fürs «fanfaluca – Jugend Theater Festival Schweiz» gegründet, als Teil der Intendanz im Kulturkeller Winkel in Luzern gearbeitet, das Theaterfestival «Theater in allen Räumen» mitgeleitet und als Dramaturgin, aber auch schreibend tätige Person in verschiedenen Produktionen mitgewirkt. 2019 war sie Stipendiatin des Heidelberger Stückemarkts und 2020 bekam sie für ihr Abschlussprojekt einen Studienbeitrag der Alexis-Victor-Thalberg-Stiftung.

Christine Schmocker (*1991) hat 2019 ihren Master in Theaterpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen, nachdem sie zuvor an der Universität Bern Philosophie und Geschichte studiert hatte. Seither leitet sie u.a. den Jugendclub am Schlachthaus Theater Bern. Nebst ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sie sich in verschiedenen aktivistischen Gruppierungen, so etwa im Klimastreik oder dem «Familie Kocher Kollektiv», welches sie 2020 nach dem Brand des Geflüchteten-Camps Moria mitgegründet hat. Christine hat verschiedene Auszeichnungen gewonnen (darunter der Kulturförderpreis Erlach und der Jugendförderpreis Solothurn) und war in ihrem Masterstudium Stipendiatin der Hirschmann Stiftung.

Künstlerische Leitung, Spiel: Christine Schmocker (*1991)            
Künstlerische Leitung, Spiel: Tanja Spielmann (*1996)                  
Spiel: Nuria Rocio Sanchez (*1995)          
Regie: Melanie Durrer (*1992)                    
Bühne und Licht: Alexandra Capaul (*1993)                
Bühne und Licht: Lucca Leandro Barbery (*1991)        
Mentoring Protest Clowning: Lauritz Mori (*1991)                          
Videos und Fotos: Manuel Lopez (*1995)                      
Produktionsleitung: Ludmila Malach (*1997)

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