Marlène Charpentié
Poussière de Crotte dans le Cœur d’une Diva
Unter einem leicht zerbrochenen Mond, in einer Kulisse aus Pappmaché, erwacht zwischen den Dornen ein traumhafter und melancholischer Garten zum Leben. Willkommen bei Poussière de Crotte dans le Cœur d’une Diva, wo sich drei Seelen begegnen, ohne sich zu sehen. In einer absurden und lächerlichen Suche versucht ein machthungriger Drag-King, die Zeit zu zähmen, wie man die Finanzen zähmt, denn Zeit ist Geld. Eine Vampirin, die Diva der gebrochenen Herzen, Königin eines vergessenen Kabaretts, singt mit rauer, bezaubernder Stimme von verlorener Liebe. Ein seltsamer Gärtner der Zeit, Wächter der welkenden und wiederauferstehenden Blumen, löscht die Uhren, um besser mit den Rosenblättern flirten zu können, wie in einem endlosen Traum.
In diesem Ein-Personen-Stück, in dem sich Humor, Absurdität und Politik vermischen, lädt uns Marlène Charpentié ein, trotz des Schattens des Kapitalismus zu träumen, und zwar durch eine Vampirgeschichte, die an ein fantastisches Kabarett erinnert. Tanz, Theater und Clownerie verflechten sich zu einer sanften nächtlichen Träumerei zwischen Wut, Melancholie und Staunen. Poussière de Crotte dans le Cœur d’une Diva ist ein Stück wie ein Tagtraum, in dem Pappmaché zu einem barocken Garten wird und die Nacht zu einer Kulisse für groteske Fantasien.
Credits:
Inszenierung, Schauspiel und Bühnenbild: Marlène Charpentié
Dramaturgie: Ciel Sourdeau
Ton: Sophie Conus
Licht: Jean Sottas
Bühnenbildassistenz: Sophie Conus, Michèle Mercier-Bosseny, Ilana Winderickx Tabarelli
Kostümgestaltung: Josiane Martinho
Kostümassistenz: Laetitia Longagna
Zahnprothesen: Kenny Perrier
Externe Blicke: Emma Saba, Julia Botelho, Délia Krayenbühl
Dramaturgische Begleitung: Céline und Bastien Damazio
Barrierefreiheit: Cassiane C. Pfund
Regie: Antonie Oberson
Produktion: Arroi, Julie Marmet
Admin: Sophie Fontaine
Koproduktion: TU - Théâtre de l’Usine und Arsenic - Centre d’art scénique contemporain
Unterstützung: PREMIO – Nachwuchspreis Darstellende Künste, Loterie Romande, Fondation Bea für junge Künstler und SIS – Schweizerische InterpretenStiftung
Residenz: Südpol Luzern, L’abri Genf, ADC Genf, Gessnerallee Zürich, Tanzhaus Zürich.
Marlène Charpentié (1997) ist eine visuelle Künstlerin und Performerin. Sie hat den Work-Master an der HEAD (2022) und die ESADSE in Saint-Étienne (2019) absolviert und lebt und arbeitet in Genf. Sie entwickelt traumhafte und humorvolle Welten, indem sie Genres und Referenzen mischt. Ihre performative Praxis konzentriert sich auf die Inszenierung von clownesken und burlesken Figuren. Sie stellt sich diese Figuren durch unlogische und unerwartete Assoziationen vor, indem sie zum Beispiel Entblößung und Groteske miteinander verbindet. Sie belebt und erweckt ihre Skulpturen zum Leben, die sich schließlich verwandeln, angetrieben von einer spielerischen Respektlosigkeit. Für ihre Objekte und Bühnenbilder kreiert Marlène aus wiederverwendeten Materialien oder zweckentfremdeten Gegenständen, indem sie eine Metamorphose dieser in absurde und poetische Kostüme, Bühnenbilder oder Artefakte ausarbeitet, wie ein Kabarett des Seltsamen, in dem groteske Figuren zum Grinsen kommen. Ihr bevorzugtes Material ist Pappmaché, mit dem sie liebevoll umgeht.
Zwischen 2022 und 2023 präsentierte sie ihre Arbeit bei Les Urbaines, Urgent Paradise (Lausanne), Soul-2Soul (Genf), Zabriskie Point x Limbo für Art au Centre (Genf), La Placette (Lausanne), Halle Nord Capsule (Genf), Blacklash Festival (Zürich), Canale Milva (CH). Im Jahr 2024 präsentierte sie ihr erstes Stück: Un pied dans la merde, l'autre dans les étoiles im Théâtre de l'Usine (Genf).
Premiere: 12. Dezember 2025 im TU Genf.
