Ali LAMAADLI

PASSÉ COMPOSÉ

PROJEKTBESCHRIEB

„Es ist nicht einfach, sich unter Menschen zu verstehen. Noch weniger über Generationen hindurch, wenn uns nicht nur die Zeit trennt, sondern auch Erfahrungen, die wir nie wirklich nachvollziehen können.“


Passé Composé findet seine Inspiration in Briefwechseln aus den frühen 1970er Jahren zwischen Ahmed, einem 18-jährigen Marokkaner, und Anne-Marie, einer gleichaltrigen Französin.


Das Projekt entstand somit aus einer einfühlsamen Untersuchung auf den Spuren einer Figur: angesammelte Reflexionen, zufällige Entdeckungen, intime Gespräche, das Eintauchen in Familienarchive sowie Recherchen zwischen Casablanca, Fès, Meknès und El Hajeb, die das implizite Porträt einer in der Zeit verlorenen Figur wieder ans Licht brachten. „Die beunruhigende Zärtlichkeit einer ländlichen Kindheit, verloren irgendwo zwischen neu erlernten Sprachen, städtischer Kleidung, alltäglichen Pflichten und dem Satz des Pythagoras“.


Ein Stück auf halbem Weg zwischen Realität und Fiktion, zwischen Erinnerung und Vergessen. Es lädt dazu ein, auf den Spuren einer Figur zu wandeln, die auf der Suche nach dem ist, was ihr vorausging und was ihr entgleitet; alles scheint zu einem Leben zu gehören, das man erahnt, das sich aber niemals offenbart. Eine lückenhafte Erinnerung, durch die sich ein Versuch der Rekonstruktion abspielt; keine Fakten, sondern Empfindungen, Gesten, stille Überlieferungen.

Passé Composé hinterfragt die Vorstellung, dass ein fernes Erbe, eine traditionelle Geste, die ohne Worte weitergegeben wurde und lange vor uns liegt, bis heute nachhallen kann. Eine Erzählung, die eher angedeutet als behauptet wird, hartnäckig. Es ist keine Erzählung, sondern eine Reise in eine Erinnerung, die uns nicht gehört, aber gehören könnte.

Credits:

Concept, Spiel & Inszenierung: Ali Lamaadli
Texte: Badr Sellak & Ali Lamaadli
Licht: Selim Dir Melaïzi
Video und Ton: Luca Kasper
Bühnenbild: Ali Lamaadli
Assistenz: Jeanne Kleinman
Administration: Yolanda Fernandez
Off-Stimme: Loubna Raigneau
Klavier-Begleitung : Antoine Courvoisier
Soundtrack : Ali Lamaadli
Arrangements und Mix: Nicolas Wassmer
Choreografie-Begleitung: Ludovico Paladini
Outside eyes: Claire de Ribaupierre, Sahar Suliman
Danksagung: Ahmed Lamaadli, Compagnie JAA
Produktion: Atelier 101
Coproduktion : TU - Théâtre de l’Usine, PREMIO Nachwuchspreis Darstellende Künste
Unterstützt von: Loterie Romande, Fondation Engelberts, PREMIO, Fondation Susanna Biedermann


Ali Lamaadli ist ein multidisziplinärer marokkanischer Künstler, der in der Schweiz lebt.
Er wurde 1996 in Casablanca geboren und wuchs in einem Umfeld auf, das reich an mündlichen Traditionen und Volkserzählungen war, die schon in jungen Jahren seine künstlerische Vorstellungskraft nährten. Dieser kulturelle Anker wird zum Fundament seines Ausdrucks, den er im Laufe seiner Erfahrungen bereichert. An der Schnittstelle von Theater, Performance, Tanz und Musik entwickelt Ali eine künstlerische Sprache, in der die Grenzen zwischen den Genres zugunsten eines experimentellen und immersiven Ansatzes verwischt werden. In einer Mischung aus Reflexion und künstlerischem Ausdruck interessiert er sich für die Überschneidung von individuellen und kollektiven Erfahrungen und erforscht Themen im Zusammenhang mit Identitäten, Erinnerungen, sozialen Dynamiken, etc. Kulturen und sozialen Dynamiken.

Premiere: 26. bis dem 29. März 2026 im TU – Théâtre de l'Usine, Genf

Bild ©eden levi am

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