Aurore Jecker

Helen W.

PROJEKTBESCHRIEB

Guten Tag.

Ich heisse Aurore Jecker und ich lebe in Lausanne. Ich bin im Kanton Freiburg aufgewachsen. Im Juni 2017 haben mich am Festival Belluard in Freiburg innerhalb von zwei Abenden drei Personen gefragt, ob ich Helen W. kennen würde. Eine Frau, die mir anscheinend sehr gleiche. Eine Frau, die auch in Freiburg aufgewachsen sei, in einem Museum in Basel arbeite und Skateboard fahre. 

Ich kenne Helen W. nicht.

Ich habe immer einen gewissen Respekt für das Skateboarden gehabt, ich finde diesen Sport sehr stilvoll. Ich sage mir: «Das ist ein Zeichen. Ich könnte diese Frau suchen und sie fragen, ob sie mir das Skateboarden beibringen kann. Sie könnte sogar meine Freundin werden. Ein stilvolles Alter Ego.»

Eine Woche später, am letzen Abend des Festivals, fragt mich wieder jemand: «Kennst du Helen. W? Das ist verrückt, ihr seht zum verwechseln ähnlich aus!»

Meine Neugier ward geweckt und am Abend vom 2. Juli 2017 begann ich mit meiner Recherche...

Aurore Jecker interessiert sich in ihrer Arbeit für das Persönliche und das Öffentliche und erforscht den Prozess der Autofiktion. Sie komponiert mit der Realität und bedient sich des Unerwarteten, um zu sehen, wohin es sie führt – vielleicht bis dorthin, wo sie nicht mehr weiss, wo die Realität aufhört und die Fiktion beginnt. Sie verflicht die Realität mit Fantasievorstellungen, Angstzuständen, Zufälligkeit und Fiktion. Gleichzeitig interessiert sie sich fürs Storytelling – die Kunst, sich zu erzählen, seine eigene Geschichte zu schreiben und seinen persönlichen Mythos zu schaffen.