Rebekka Bangerter

Der Tag bevor ich vom Pferd fiel - oder all die Dinge, an die sich jeder erinnert, auch wenn sie nur jeder Zweite erlebt hat.

PROJEKTBESCHRIEB

«Der Tag bevor ich vom Pferd fiel - oder all die Dinge, an die sich jeder erinnert, auch wenn sie nur jeder zweite erlebt hat» ist ein Hörstück mit Elementen des Objekttheaters, zwischen imaginärer Ausstellung und interaktiver Performance, nach Motiven von Jorge Louis Borges. Ausgehend von der überfordernden wie reizvollen Vorstellung eines absoluten Gedächtnisses surfen wir im irrwitzigen Echoraum der Erinnerungen und verirren uns zwischen poetischer Entrücktheit und politischer Konkretheit in unseren eigenen Neuronen und Synapsen. Aaaaaaaa!

Erinnerungen machen uns menschlich und schaffen Gemeinschaft. Aber was bedeutet die Möglichkeit, heute fast pausenlos jeden unserer Schritte festhalten zu können? Warum haben wir eigentlich solche Angst vor dem Vergessen? Und wer bestimmt überhaupt, was erinnert wird? Der Logik des Internets und der Komplexität unserer Hirnwindungen nähern wir uns mit magischem Realismus und subjektiver Vorstellungskraft an. Ein kollektiver Gedenkraum entsteht, in dem Black Mirror, Borges, Imaginationsreisen und Hirnforschung aufeinanderprallen. Eine Zeitreise in unzählige Vergangenheiten, bei der das Publikum mit seinen Erinnerungen und Vorstellungen selbst zum Protagonisten wird. Ein Aufruf zur Selbstermächtigung über unsere Erinnerungen!

Rebekka Bangerter studierte Theaterregie an der ZHdK, Performance und Objekttheater in Buenos Aires sowie Geschichte und Germanistik. Sie performt, inszeniert, schreibt und gestaltet Räume unterschiedlichster Art und interessiert sich für all das, was in einer Gesellschaft des permanenten Zuviels in die Abwesenheit rückt. Das Team, bestehend aus Stephanie Müller, Dominic Röthlisberger, Deborah De Lorenzo und Andreas Wirz, hat sich an der ZHdK kennengelernt und arbeitete bereits in unterschiedlichen Kontexten zusammen.

Keine Veranstaltungen vorhanden.
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