Rebekka Bangerter und Compagnie

Mnesia - eine Gedenkstätte mit Anfang und Ende

PROJEKTBESCHRIEB

Erinnern schafft Gemeinschaft.Erinnerungen machen menschlich. Die eigene Vergangenheit wird jedoch immer häufiger auf externe Festplatten ausgelagert, dem Körper entzogen. Stets abrufbar, ohne Verlust. Werden die eigenen Neuronen also bald überflüssig? Und wie schafft man wieder Bedeutung bei einer fast komplett und permanent abrufbaren Vergangenheit? In «Mnesia» tritt das Publikum in einen Gedenkraum des aktiven Erinnerns. Durch vielfältige Stimulation unserer Sinne trainieren wir unsere Neuronen und Synapsen,überschreiben unsere Erinnerungen und suchen zwischen neurowissenschaftlichen Fakten, magischem Realismus und subjektiver Vorstellungskraft nach möglichen kollektiven Geschichten und vergessen Geglaubten. Was taucht auf in der Leere?

Rebekka Bangerter studierte Theaterregie an der ZHdK, Performance und Objekttheater in Buenos Aires sowie Geschichte und Germanistik. Sie performt, inszeniert, schreibt und gestaltet Räume unterschiedlichster Art und interessiert sich für all das, was in einer Gesellschaft des permanenten Zuviels in die Abwesenheit rückt. Das Team, bestehend aus Stephanie Müller, Dominic Röthlisberger, Deborah De Lorenzo und Andreas Wirz, hat sich an der ZHdK kennengelernt und arbeitete bereits in unterschiedlichen Kontexten zusammen.