Lea Moro

(b)reaching stillness

PROJEKTBESCHRIEB

„Was entstanden ist, das muß vergehen! Was vergangen, auferstehen! Hör auf zu beben! Bereite dich zu leben!“

Lebendige und tote Materie, Stillstand und Bewegung, Schönheit und Vergänglichkeit werden in "(b)reaching stillness" zu ineinander fließenden Zuständen. Teil der Recherche sind Prozesse des Verwesens oder Verwelkens von Objekten, das Erkalten und Erstarren eines gerade getöteten Tieres und das Altern des Körpers. Ausgehend von der barocken Stilllebenmalerei und Gustav Mahlers Auferstehungssinfonie inszeniert die Choreografin Lea Moro die Langsamkeit und vermeintliche Erstarrung dreier Körper. Durch die Re-Integration dieser klassischen Werke in eine zeitgenössische Choreografie breitet sich auf der Bühne in ungewöhnlicher und humorvoller Weise ein Arsenal an Formen der dynamischen Stasis und verhaltenen Bewegung aus. In störrischer Ruhe widmen sich die liegenden Körper glamourösen Höhepunkten und flächiger Monotonie. Einer gnadenlosen zeitlichen Zerdehnung hingegeben, streben sie einer verheißungsvollen heutigen Auferstehung entgegen. "(b)reaching stillness" verhandelt die Vitalität von Materie, das physische Potenzial der Langsamkeit und die Dynamik theatralen Verweilens.

Keine Veranstaltungen vorhanden.
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